
Die neue Geh- und Radwegbrücke ergänzt das Wahrzeichen der Hohenzollernbrücke zusammen mit dem Kölner Dom in prominentester Lage am Rhein.
Köln wächst und damit auch die Zahl der mobilen Menschen, die für ein stetig zunehmendes Fuß- und Radfahraufkommens infolge der erfreulichen rechtsrheinischen Stadtentwicklung sorgen werden. Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung prognostiziert in den nächsten 3-6 Jahren eine Verdopplung des Rad- und Fußverkehrs. Die erforderliche Kapazitätserweiterung über den Rhein hinweg wird mit der neuen Geh- und Radwegbrücke auf der Südseite der Hohenzollernbrücke (Oberstrom) geschaffen.
2024
Köln
Die neue Rheinbrücke als feinfühlige Ergänzung im Herzen der Stadt

Der Erweiterungsbau steht im Dialog zur denkmalgeschützten Hohenzollernbrücke.
Die Bögen sind mit einem Kreuzverband untereinander verbunden, um das Design der direkt benachbarten Hohenzollernbrücke aufzugreifen. Durch das Aufgreifen einiger prägnanter Elemente der Bestandsbrücke, gliedert sich der Neubau als vierter Bogen ein. Er ergänzt die Brückenfamilie mit seiner eigenständigen klaren Form, als filigraner Nachbar. Der Mittelbogen lässt den Blick von der Brücke auf die Domtürme nahezu frei.


Von der Skizze zum Bauwerk.

Länge der Brücke
Stützweiten
Gesamtbaukosten des Neubaus
Konstruktion
Aufenthaltsorte zum Verweilen
Die zueinander gedrehten Geländerstreben lenken die Durchblicke und geben visuellen Halt. Das Spiel lässt im Schrägblick transparente und nahezu opake Geländerbereiche entstehen. Diese Bereiche markieren mit dem Geländerbrett linerare Aufenthaltsorte zum Verweilen.

Die Bogengeometrie folgt dem Untergurt des Bogenfachwerks des Bestandes. Die Hängerabstände entsprechen den Hängerabständen der DB Brücken. Das Zugband mit einer Höhe von rd. 2,70 m bildet ein luftdicht verschweißter stählerner Hohlkasten. Die Fahrbahn als orthotrope Platte mit Längsrippen setzt tiefer ab, als die Oberkante des Hohlkasten und kragt beidseitig auf Querträgerkonsolen aus. Zwischen den Querträgern werden geneigte Bleche angeordnet, wodurch eine geschlossene Untersicht entsteht. Der sich hierbei ergebene Hohlraum wird ebenfalls luftdicht verschweißt ausgeführt. Die Stege der Konsolen in den Hängerachsen werden nach unten verlängert und bleiben so zur Strukturierung des Querschnitts in der Untersicht erkennbar.



WEITERE INFO
Projektdaten
Kategorien
Ort
Köln
Jahr
2021 - 2024
Leistungen
Baugestalterische Beratung
Wettbewerb, 1. Preis
LPH 1 - 2
Bauherr
Stadt Köln
Amt für Brücken,
Tunnel und Stadtbahnbau
Auftraggeber
Ingenieurbüro GRASSL GmbH, Hamburg