Hohenzollernbrücke Köln

respektvolle Erweiterung

Die neue Geh- und Radwegbrücke ergänzt das Wahrzeichen der Hohenzollernbrücke zusammen mit dem Kölner Dom in prominentester Lage am Rhein.

Köln wächst und damit auch die Zahl der mobilen Menschen, die für ein stetig zunehmendes Fuß- und Radfahraufkommens infolge der erfreulichen rechtsrheinischen Stadtentwicklung sorgen werden. Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung prognostiziert in den nächsten 3-6 Jahren eine Verdopplung des Rad- und Fußverkehrs. Die erforderliche Kapazitätserweiterung über den Rhein hinweg wird mit der neuen Geh- und Radwegbrücke auf der Südseite der Hohenzollernbrücke (Oberstrom) geschaffen.

2024

Köln

Die neue Rheinbrücke als feinfühlige Ergänzung im Herzen der Stadt
Der  Erweiterungsbau steht im Dialog zur denkmalgeschützten Hohenzollernbrücke.

Die  Bögen sind mit einem Kreuzverband untereinander verbunden, um das Design der  direkt benachbarten Hohenzollernbrücke aufzugreifen. Durch das Aufgreifen  einiger prägnanter Elemente der Bestandsbrücke, gliedert sich der Neubau als  vierter Bogen ein. Er ergänzt die Brückenfamilie mit seiner eigenständigen  klaren Form, als filigraner Nachbar. Der Mittelbogen lässt den Blick von der  Brücke auf die Domtürme nahezu frei.

Von der  Skizze zum Bauwerk.
Frühe Skizze aus der Entwurfsphase
413,58 m

Länge der Brücke

120 - 169 - 124

Stützweiten

46 Mio. EUR

Gesamtbaukosten des Neubaus

Mittelbogentragwerke mit abgehängter Fahrbahn

Konstruktion

Aufenthaltsorte zum Verweilen

Die zueinander gedrehten Geländerstreben lenken die Durchblicke und geben  visuellen Halt. Das Spiel lässt im Schrägblick transparente und nahezu opake Geländerbereiche entstehen. Diese Bereiche markieren mit dem Geländerbrett linerare Aufenthaltsorte zum Verweilen.

Die Geländerstreben stehen in gedrehter Stellung und lenken die Durchblicke

Die  Bogengeometrie folgt dem Untergurt des Bogenfachwerks des Bestandes. Die Hängerabstände entsprechen den Hängerabständen der DB Brücken. Das Zugband mit einer Höhe von rd. 2,70 m bildet ein luftdicht verschweißter stählerner Hohlkasten. Die Fahrbahn als orthotrope Platte mit Längsrippen setzt tiefer ab, als die Oberkante des Hohlkasten und kragt beidseitig auf Querträgerkonsolen aus. Zwischen den Querträgern werden geneigte Bleche angeordnet, wodurch eine geschlossene Untersicht entsteht. Der sich hierbei ergebene Hohlraum wird ebenfalls luftdicht verschweißt ausgeführt. Die Stege der Konsolen in den Hängerachsen werden nach unten verlängert und bleiben so zur Strukturierung des Querschnitts in der Untersicht erkennbar.

Ansicht Süd

Draufsicht

Regelquerschnitt

WEITERE INFO

Zur Pressemitteilung der Stadt Köln.

Projektdaten

Kategorien

Geh- und Radwegbrücken
Denkmalschutz
Mobilität in der Stadt
Wettbewerbe

Ort

Köln

Jahr

2021 - 2024

Leistungen

Baugestalterische Beratung

Wettbewerb, 1. Preis

LPH 1 - 2

Bauherr

Stadt Köln
Amt für Brücken,
Tunnel und Stadtbahnbau

Auftraggeber

Ingenieurbüro GRASSL GmbH, Hamburg

Fotografien: PantherMedia/Peter Paul Lüdenbach, Matteo Colombo / Visualisierungen: Ingenieurbüro Grassl GmbH, Hamburg